Totenehrung
Am Mittwochabend vor dem Eidg.-Turnfest versammelten sich die Subinger Turnerinnen und
Turner auf dem Friedhof zu einer kleinen Gedenkfeier für unsere verstorbenen Mitglieder.
Lange und intensiv war die Vorbereitungszeit und so war dies eine gute Gelegenheit, vor
dem grossen Einsatz in Frauenfeld, nochmals etwas zu verweilen, nachzudenken und zur
Ruhe zu kommen.
Herr Zengaffinen erinnerte uns, dass zusammen etwas unternehmen, Ziele verfolgen,
Kameradschaft und Fairness pflegen, gemeinsam Erfolge feiern, aber auch lernen mit
Niederlagen umzugehen, Ideen und Werte sind, die schon unsere Vorgänger hatten. Dass
dies Werte sind, die auch in der heutigen teilweise hektischen Zeit nach wie vor ihre
Gültigkeit haben.
Mit dem Niederlegen eines Kranzes und dem Verlesen der Namen gedachten wir allen
verstorbenen Subinger Turnerinnen und Turner.
Gut vorbereitet, hoffnungsvoll, zuversichtlich, selbstbewusst sollen wir die verschiedenen
Disziplinen in Angriff nehmen. Mit den besten Glückwünschen auf ein schönes und
erfolgreiches ETF 07 schickte uns Herr Zengaffinen auf den Weg in die Ostschweiz.
Jörg Ludäscher
Donnerstag, 21. Juni 2007
Treffpunkt Donnerstagmorgen um 06.00 Uhr im Restaurant Kreuz. Dies war der Start
zum 1. ETF-Tag. Gestärkt mit Kaffee, Gipfeli und Orangensaft starteten wir die Reise
Richtung Frauenfeld. In Frauenfeld waren dunkle Wolken die Hauptsorge von uns.
Auf dem Festgelände konnten wir uns gerade noch rechtzeitig auf einer Tribüne in
Sicherheit bringen. Keine Minute nachdem der letzte Subiger die Tribüne erreicht
hatte, fegte ein heftiges Gewitter über die Region. Nachdem die Gratisshoweinlage
von Wind, Donner und Blitz vorbei war, konnten wir uns frei auf dem Festgelände
bewegen.
Um 13.15 Uhr war dann die Besammlung für das Einturnen von der Gymnastik
Grossfeld (GYGOH) und dem Schulstufenbarren (SSB). Nun hiess es volle
Konzentration und der Wettkampf am ETF 2007 konnte für den TV Subingen um
14.40 Uhr beginnen.
Der Rasen war noch nicht vollständig trocken und der Himmer immer noch trüb.
Doch was passierte, während der TV Subingen den Grossfeldplatz betrat? Die
Sonne bricht durch die Wolken, als ob sie uns anfeuern will. Und wie sie das getan
hat. Die 37 Turner/innen erturnten ein 9.13 und der Schulstufenbarren ein 8.92.
Glücklich und weiterhin zuversichtlich, stellten wir uns auf den zweiten Wettkampfteil
ein, Gymnastik Bühne (GYBOH) und Barren (BA). Die Frage: „und wie ischs gange?“
wurde kurz nach dem Turnen beantwortet. Die Bühne konnte eine Note von 9.49 und
der Barren eine Note von 8.64 feiern. Nun stand noch die letzte Disziplin im
dreiteiligen Vereinswettkampf an, die Kleinfeldgymnastik (GYKOH). Mit der
Unterstützung vom TV Subingen und zahlreichen Schlachtenbummler erturnten die
14 Kleinfeldler die letzte Note. Sagenhafte 9.80 Punkte. Nun waren 127 Personen
am Kreischen, Jubeln und Toben, und Präsi Michu am rechnen. Der Abschluss vom
Turnen machten das Frauenpower-Team in der Gymnastik Bühne im einteiligen
Vereinswettkampf. Auch sie zeigten eine herrliche Darbietung, die mit 9.29 benotet
wurde.
Nun hiess es auf diese Erfolge anstossen und feiern. Gemeinsam zogen wir ins
Restaurant Brauhaus in Frauenfeld und begossen den Tag vom Apéro bis zum
Dessert. Vor dem Abendessen konnten wir die Programme und Fotos auf einem
Beamer nochmals anschauen und applaudieren. Natürlich nicht ohne Ansprache der
Leiter und vom Präsidenten. Voller Stolz und Freude sprach Michu zum TV und
nannte die Leistungen rekordverdächtig. Und so war es auch: Grossfeld, Barren und
Kleinfeld war die höchste Note der Vereinsgeschichte. Doch wie sieht es mit der
Gesamtnote aus? Gesamtpunktzahl war 27.88, leider kein Rekord. Doch Michu liess
hoffen, da wir zu den grössten Vereinen am ETF 2007 zählen, wirkt sich dies positiv
auf die einzelnen Noten aus. Siehe da, Schlussnote von 28.02, Rekord! Um 22.00
Uhr verliessen wir das Brauhaus, einige reisten wieder nach Hause, die Anderen
verschoben sich zur Unterkunft und liessen den Tag ausklingen.
Stefan Bussmann
Bericht vom Samstag
Der Samstagmorgen begann eigentlich ganz normal: Der Kater (Muskelkater?) der
Spielnacht vom Freitag war allgegenwärtig und zeigte sich in einer urplötzlichen
Liebe zum ultradünnen „Mätteli“. Keine Regel ohne Ausnahme, denn einige, in der
Regel ältere Semester, begaben sich schon früh auf die Suche nach einem
Frühstück.
Spätestens um 11:30Uhr krochen auch die letzten aus den Höhlen, um den
spektakulären Auftritt der Männerriege nicht zu verpassen. Leider schätzten einige
davon den Fussmarsch zur Bühne zu kurz ein, was in einen Mini-Marathon auf Zeit
ausartete.
Das Programm der Männerriege versetzte uns wieder einmal in Begeisterung. Einige
der anderen Vereine liessen sich von unserer Freude anstecken und johlten lautstark
„Hopp Subige“ oder „Aues geili Sieche“!
Recht haben sie, denn am ETF waren unsere Männerriegeler wirklich „geili Sieche“
und erzielten somit eine gute Note.
Nach dem Programm setze der Präsident einen neuen Treffpunkt fest: 8:30Uhr am
nächsten Morgen vor der Unterkunft! Somit war der „offizielle“ Teil des Tages schon
kurz nach Mittag zu Ende und allgemeine Feierlaune begann sich zu verbreiten.
Einige waren schon früher am Start und hatten das Bier bereits im Anschlag.
Seltsame Kreaturen (wuscheliger Hund mit Fuchskopf) fanden bereits den Weg in
unser Bewusstsein.
Später teilte sich der Verein in Grüppchen auf. Diese versuchten sich mit den
Unterhaltungsmöglichkeiten des ETF‘s zu unterhalten und die Zeit bis zum Abend
durchzuschlagen. Viele erfreuten sich an den Geräteturnern mit ihren
überzeugenden und spektakulären Darbietungen. Schlussendlich setzte man sich
vor dem ETF-Tower zusammen, wobei Stifus Rucksack hinter unseren Rücken
gestohlen wurde. Aber keine Sorge, der Rucksack ist samt Inhalt am nächsten Tag
wieder aufgefunden worden.
Gegen Abend bemerkte man einen Strom von Besuchern, welcher langsam auf das
Turnfestgelände floss. Nach und nach füllte sich das Gelände bis einem im wahrsten
Sinne das Wasser bis zum Halse stand. Pro Besucher konnte ausserhalb der
Festzelte mit Freiraum von etwa 0.6-0.8m2 und in den Zelten mit nicht mehr als
0.5m2 gerechnet werden. Mit anderen Worten: Es war zu eng!
Die Folgen beinhalteten, dass man Turnerkameraden, welche vor fünf Sekunden
noch nebenan standen nun nervenaufreibend im Getümmel suchen musste. Hierzu
kommt der Fluch des Offenausschankes: Die Hälfte des erworbenen Getränkes
landete aufgrund der Rempelei auf T-Shirts, Lederjacken oder auf dem Boden.
Nach einigen Stunden legte sich der Trubel jedoch ein wenig. Man war in der Lage,
die Festzelte zu besuchen, ohne ständig seine Turnkollegen zu suchen, da sich der
Verein ein wenig zusammenhortete und somit eine grössere Gruppe bildete. Endlich
kam der wohlverdiente grosse Spass bis die Morgendämmerung Einzug hielt!
Matthias Steinmann
Sonntag ETF
Am Morgen mussten wir mittlerweile doch langsam Müde von 4 Tagen ETF bereits
um 0830 unsere Unterkunft geräumt haben. Nachher bestand die Möglichkeit die
Schlussvorführungen zu besuchen. Einige zogen es vor noch Souvenirs zu kaufen
andere genossen die letzten Stunden in Frauenfeld in einem der zahlreichen
„Stüblis“.
Um 1330 war dann Besammlung für die Rückreise. Nach kurzer Wartezeit war wie
nach jedem ETF auch in Frauenfeld beeindruckend wie alles durchorganisiert war ab
Festplatz bis zu Hause nach Subingen verlief der ganze Transport einwandfrei. Da
wir 15 Minuten zu früh waren entschlossen wir uns im Dahlienweg auszusteigen und
uns kurz für den grossen Empfang herzurichten.
Der Empfang war dann nicht „nur“ gross sondern echt beeindruckend. Als wir alle
hinter unserer Vereinsfahne marschierend zum Restaurant Kreuz zogen erwarteten
uns bereits die Delegationen der Vereine, Behörden, Verwandten, die Kinder unserer
Jugendabteilung und natürlich die Musikgesellschaft Subingen welche uns mit einem
flott gespielten Stück empfing. Nach kurzer Begrüssung machten wir uns gleich
mittels Festumzug auf ins MZH. Und dieser Umzug verdiente seinen Namen. So ging
der Tambour der Musikgesellschaft mit den Fahnendelegationen voran im folgten die
Kinder dann die Aktivsektion und die ganzen weiteren Personen. Alles in allem
wurden 450 Plätze im MZH gefüllt. Schlichtweg fantastisch!
Im MZH wurden der Reihe nach alle Resultate bekannt gegeben. Angefangen bei
den Kindern über die Aktiven weiter mit den älteren Frauen bis hin zur Männerriege.
Die ganzen erzielten Vereinsrekorde beeindruckte die Anwesenden tief. Damit alle
die Resultate einordnen konnten wurden alle Disziplinen mittels Beamer an die
Leinwand produziert und den Anwesenden jeweils kurze Sequenzen präsentiert.
Jeder Leiter der einzelnen Programme kommentierte hierzu kurz und bündig.
Im Namen der Gemeindebehörden und Vereinsdelegationen gratulierte uns
Gemeinderätin Käthy Schmid zu diesen hervorragenden Resultaten recht herzlich.
Ganz zum Schluss bedankte sich der Präsident des Turnvereins zuerst bei allen
Leitern welche diese Erfolge ermöglicht haben. Aber er dankte auch allen welche
sonst in irgendeiner Form mithalfen diesen logistischen Grossaufwand zu
organisieren. SO mussten doch insgesamt für 250 Personen immer wieder Reisen,
Uebernachtungen, Mahlzeiten organisiert und Tagesprogramme, Einsatzzeiten, etc.
koordiniert und zusammengestellt werden. Ein Dank ging ebenfalls an unsere
Sponsoren welche sich an den immensen Kosten für dieses ETF beteiligten.
Die erzielten Resultate, die überaus grosse Anzahl an Teilnehmern und die erlebten
5 Tage mit allen Turneinsätzen aber auch den Ausflügen werden sicherlich in der
Geschichte des Turnvereins Subingen einen speziellen wenn nicht sogar den
Ehrenplatz schlechthin erhalten.
Michael Kummli


